Von Gila Gertz - Geschäftsführerin von Gertz & Team, Wetzlar
Bereits jedes dritte Unternehmen in Deutschland hat große Schwierigkeiten, den richtigen Nachfolger für seinen Betrieb zu finden, so zu lesen bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Gelingt es dennoch, einen Nachfolger zu finden, bzw. sind Sohn oder Tochter für eine Nachfolge vorgesehen, kommt es häufig, insbesondere bei familiengeführten Unternehmen, zu Konflikten und Auseinandersetzungen, die eine solche Nachfolge erheblich belasten. Was als Krönung eines Unternehmerlebens, eine gelungene Unternehmensnachfolge, vorgesehen war, endet in Streit und Eskalation.
In solchen Fällen ist Deeskalation in Form einer Wirtschaftsmediation ein Lösungsansatz, der hilft, dass beide Seiten wieder aufeinander zugehen können. Die Hinzuziehung eines professionellen Wirtschaftsmediators erspart den Konfliktparteien viel Zeit und Geld - und garantiert häufig das Weiterbestehen "erfolgreicher" Familienbetriebe.
Konflikte gehören zum Alltag, auch in Klein- und Mittelunternehmen und treten eben häufig beim Generationswechsel auf. „In den meisten Streitigkeiten liegt aber auch ein Potenzial zur Weiterentwicklung des Unternehmens“, so Ralf Schnorr, Wirtschaftsmediator von Gertz & Team (Wetzlar). Gerade Betriebsübernahmen innerhalb der Familie können heikel sein und bergen viele Konfliktstoffe. Es ist nicht ganz einfach, die Rollen "Vater und Sohn" oder "Vater und Tochter" in der Familie und in der Firma zu trennen, bzw. in Senior- und Juniorpartner professionell zu wandeln. Dabei ist der Schaden besonders groß, wenn Unternehmerfamilien nicht mehr miteinander kommunizieren (können). Der neutrale Mediator kann hier vermitteln bzw. unterstützt die Konfliktparteien darin, gemeinsam eine Lösung ihres Problems zu finden.
Eine Mediation hilft nicht nur den Konflikt zu lösen, sie spart auch Geld.
„Denn gerade bei kleineren Unternehmen sind es meist die Unternehmer selbst, die ihre wertvolle Zeit mit dem Lösen von Konflikten verbringen“ erläutert Gila Gertz, Geschäftsführerin bei Gertz & Team. Manche Schäden lassen sich auch gar nicht beziffern: Imageverlust, Leistungsabfall auf Grund mangelnder Motivation, sinkende Kreativität, weil im negativen Klima von Spannungen die Ideen nicht reifen können, hoher Zeitverlust, denn Konflikte beanspruchen immer Zeit.
Im Rahmen einer Wirtschaftsmediation kommt ein neutraler Mediator zum Einsatz, der von beiden Parteien akzeptiert ist. Er schlägt keine konkrete Lösung vor, sondern vermittelt lediglich zwischen den Streitparteien. Firmeninternen Vermittler sind oftmals weit weniger wirksam, weil ihnen meist die nötige Distanz fehlt und sie selbst zu sehr in den Konflikt involviert sind. Da es sich bei der Wirtschaftsmediation um ein vertrauliches Verfahren handelt, ist das Unternehmen auch vor einem Image-Verlust, wie ihn unter Umständen ein Gerichtsverfahren nach sich ziehen kann, geschützt. In der Mediation spielt die Schuldfrage keine Rolle, so dass nach einer Mediation der Fortbestand oder die Erweiterung einer Geschäfts- und/oder Familienbeziehung möglich, ja erwünscht ist.
Was ist eine Mediation und wie läuft ein solches Verfahren ab? Mediation bedeutet „Verhandeln statt Streiten“ und verfolgt Win-Win-Lösungen. Sie setzt voraus, dass beide Gesprächsparteien trotz gegensätzlicher Positionen an einer Lösung interessiert sind und der Mediator als neutrale Instanz akzeptiert ist. Eine Mediation stellt Interessen und nicht Positionen in den Mittelpunkt und berücksichtigt die unterschiedlichen Interessenlagen der am Konflikt beteiligten. Es soll eine gemeinsame Lösung erarbeitet werden, die immer von den beiden Parteien geschaffen wird und somit deren Weg ist. Dies ist die Grundlage für Akzeptanz und Tragfähigkeit. Sie bietet für beide Seiten Vorteile. Eine Mediation hat sich vor allem in komplexen Situationen, z.B. in Nachfolgeregelungen in Unternehmen bewährt. Sie spart nicht nur Zeit und Kosten und sichert den unternehmerischen Erfolg, sondern verschafft den Beteiligten auch mehr Lebensqualität.
Der Ablauf lässt sich kurz mit „Rahmen schaffen, Konflikt darstellen, Konflikt erhellen, Lösungssuche, Vereinbarung und Bilanzgespräch“ beschreiben.
Damit eine Unternehmensnachfolge wirklich zur Krönung des Unternehmerlebens wird und das Unternehmen weiter auf dem Markt bleibt, ist immer zu empfehlen, Konflikte nicht lange eskalieren zu lassen, sondern rechtzeitig und konsequent eine Konfliktbearbeitung, wie z.B. eine Mediation einzubeziehen.
Kontakt unter:
Frau Gila Gertz
Gertz & Team
Garbenheimer Str. 32
35578 Wetzlar
Tel. 06441 44 44 272
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